Xtrackers ETF-Sparplan – Die moderne Art an morgen zu denken

Mit den ETF-Sparplänen von Xtrackers ist ein langfristiger Vermögensaufbau bereits mit kleinen monatlichen Beträgen zu geringen Kosten möglich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie regelmäßig mit ETFs sparen und für Ihre Zukunft vorsorgen können.

Was ist ein ETF-Sparplan?

 

Fondssparen ist vielen Anlegern bereits bekannt. Man schließt bei einer Bank seiner Wahl einen Fondssparplan ab, wählt einen Investmentfonds aus und erwirbt diesen dann in regelmäßigen Abständen für eine festgelegte Sparsumme. Seit einigen Jahren ist es auch möglich, ETF-Sparpläne abzuschließen, bei denen nach dem gleichen Prinzip regelmäßig in günstige ETFs investiert wird.

Schon gewusst: ETF-Sparpläne sind bei ausgewählten Banken sogar kostenfrei!

Tipp #1 zu ETF-Sparplänen:

Nachhaltig Vorsorgen mit ETFs.

Mit der sparplanfähigen ESG-Produktpalette von Xtrackers ist das möglich: Sie können nachhaltig in unterschiedliche Länder, Regionen und Anlageklassen wie Aktien und Unternehmensanleihen investieren. ESG-Anlagen berücksichtigen neben rein finanziellen Faktoren auch Aspekte, die auf die Umwelt (Environment), Soziales (Social) und eine gute Unternehmensführung (Governance) abzielen. Gemeinsam mit großen Indexanbietern wird bei nachhaltigen ETFs die Auswahl an Titeln so getroffen, dass Nachhaltigkeitskriterien erfüllt und kontroverse Branchen ausgeschlossen werden. Zusätzliche Filter wie z.B. der Ausschluss von Unternehmen mit hoher CO2-Emmission bieten bei unseren Aktien-ESG-ETFs Anlegern eine weitere Eingrenzung.
Und das Beste: mit nachhaltigen Anlagen müssen Anleger nicht auf Rendite verzichten, da sauber definierte ESG-Standards den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens nicht behindern, sondern positiv beeinflussen können. So können Sie Monat für Monat Renditechancen nutzen und gleichzeitig Gutes bewirken.

Zum Thema ESG-ETFs   Sparplanfähige ESG-ETFs

Einen ETF-Sparplan in drei Schritten erstellen

ETF-Sparpläne sind schnell eingerichtet. Mit nur wenigen Klicks richten Sie sich bei einer Bank ihrer Wahl einen ETF-Sparplan ein. Wir zeigen Ihnen, wie einfach das geht.

 

1. Depot eröffnen

 

Wer sich für einen ETF-Sparplan entscheidet, muss zunächst eine Bank auswählen[1], die ETF-Sparpläne im Angebot hat, denn nicht jedes Institut bietet diese überhaupt an. Xtrackers arbeitet im Bereich der ETF-Sparpläne unter anderem mit folgenden Instituten zusammen: Consorsbank, ComdirectDKB, Flatex, ING DIBA, Maxblue, Postbank, S-Broker, Scalable, Smartbroker, Trade Republic oder Sie können auch direkt bei DWS Direkt ein Depot eröffnen, um mehr als 120 sparplanfähige Xtrackers ETFs ohne generelle Transaktionskosten zu besparen.

 

2. ETF auswählen

 

Bevor Sie mit der Anlage eines ETF-Sparplans beginnen können, müssen Sie entscheiden, in welchen ETF Sie künftig ansparen möchten. (Beispielsweise den Portfolio UCITS ETF 1C, Portfolio Income UCITS ETF 1D, diverse Dividenden ETFs und Core ETFs sowie MSCI AC World ESG Screened UCITS ETF 1C und den MSCI World ESG UCITS ETF 2C. Haben Sie sich für einen ETF entschieden, können Sie mit der Anlage des ETF-Sparplan beginnen.

 

3. ETF-Sparplan einrichten

 

Nun geht es um die korrekte Einrichtung eines ETF-Sparplans. Wählen Sie zunächst die gewünschte Sparrate aus. Diese beginnt bei vielen Banken in der Regel ab 25 – 100 EUR (die durchschnittliche Sparplanrate liegt bei ca. 170 EUR[2]). Als nächstes legen Sie den Ausführungsrhythmus fest. Hier gibt es verschiedene Optionen wie monatlich oder quartalsweise. Zudem können Sie festlegen, wann der ETF-Sparplan ausgeführt werden soll, beispielsweise ob zum 1. eines jeden Monats oder lieber zur Monatsmitte. Zudem können Sie den Starttermin für den Sparplan einstellen. Durch eine zusätzliche Dynamisierung erhöhen Sie automatisch regelmäßig die Sparrate. So können Sie beispielsweise den Sparbetrag jährlich an die Inflationsrate anpassen. Geschafft! Der Betrag wird nun regelmäßig zum Spartermin in den von ihnen gewählten ETF investiert.

Tipp #2 zu ETF-Sparplänen:

Mehrere ETFs miteinander kombinieren

Bei intelligenter ETF-Auswahl kann man mit einem ETF-Sparplan mit wenigen ETFs in alle wichtigen Anlageregionen und Assetklassen investieren. Alternativ bieten sich Portfolio-ETFs an. Mit diesen investiert man direkt in ein Portfolio bestehend aus verschiedenen ETFs. Beispiele sind die zwei Portfolio ETFs von Xtrackers.

Wichtige Punkte, die bei ETF-Sparplänen zu beachten sind:

Vorteile von ETFs vs. klassischen Investmentfonds

Mit ETFs kostengünstig sparen

Der Vorteil von ETFs: Sie sind bekanntlich wesentlich kostengünstiger, da es sich bei ETFs um passive Instrumente handelt, die Anleihen-, Aktien oder Rohstoffindizes nahezu 1:1 abbilden. Auf eine aktive Verwaltung des Fonds durch gezielte Auswahl der Werte durch einen Fondsmanager wird bewusst verzichtet, denn nur wenigen von ihnen gelingt es laut zahlreichen Studien tatsächlich, eine bessere Rendite als den Marktdurchschnitt zu erzielen.

Aktiv gemanagte Investmentfonds sind oft teuer, es fallen Ausgabeaufschläge, Verwaltungsgebühren oder erfolgsabhängige Gebühren an. Diese können schnell 1,5 bis 3 Prozent pro Jahr betragen.

Bei ETFs entfallen diese Gebühren zu einem großen Teil. Die Gesamtkostenquote von ETFs auf bekannte Indizes (sogenannte Core-ETFs) liegt hier zwischen 0,07 bis 0,25 Prozent pro Jahr. Damit bleibt mehr von der Rendite beim Anleger und er kann damit langfristig erfolgreicher ein Vermögen aufbauen.

Den ETF-Sparplan erstellen – das sollten Sie wissen!

Vor dem Abschluss eines ETF-Sparplans steht die ETF-Auswahl. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in 7 Schritten Ihr individuelles ETF-Portfolio aufbauen können.

1. Ermittlung des Anlageziels

Zunächst müssen Sie ein Anlageziel definieren. Für welchen Zweck möchten Sie sparen? Davon hängt entscheidend Ihre Anlagestrategie ab und damit auch die Wahl der eingesetzten ETFs. Betrachtet werden müssen auch die Lebenssituation, die Vermögensverhältnisse und die bisherige Anlageerfahrung. Investieren Sie nur in Produkte und Indizes, die Sie auch wirklich verstehen. Gegebenenfalls kann es auch Sinn machen, sich eine Rangfolge der Sparziele zu erstellen. Wichtig und immer wieder zu erwähnen ist, dass nur Geld verwendet wird, welches Sie wirklich entbehren können. Schuldentilgung hat immer Vorrang!

2. Ermittlung der Risikotoleranz

Nachdem Ihr Anlageziel feststeht, schätzen Sie Ihre Risikotoleranz bzw. Risikotragfähigkeit ein. In der Finanzbranche und den Wirtschaftswissenschaften hat sich das Konzept der Volatilität als Ausdruck für das Risiko etabliert. Diese Wertschwankungen werden in der Regel mit dem statistischen Maß der Standardabweichung dargestellt. Unter der Standardabweichung (Volatilität) versteht man die Schwankung der Renditen um den langfristigen Mittelwert. Je höher die Abweichung einer Rendite um den Mittelwert im Zeitablauf, desto größer die Volatilität und damit folglich auch das Risiko. Hierbei können sich Anleger auch an der jeweiligen Risikoklasse, welche in den wesentlichen Anlegerinformationen zu finden sind, orientieren. Sie sollten daher unbedingt den Risikoaspekt eines ETFs bzw. Ihres Portfolios verstehen. Denn so wird nicht unüberlegt in Abwärtsmärkten verkauft, so dass Verluste realisiert werden. Auch der Wiedereinstieg nach einer Markterholungsphase kann dann möglicherweise zu ungünstigen Preisen vermieden werden. Das Verhältnis an „risikofreien“ Anteilen im Portfolio ist von entscheidender Bedeutung für den individuellen ETF-Sparplan. Je besser Sie einen möglichen Verlust verkraften können, desto niedriger kann Ihr Anteil an risikofreien Anlagen am ETF-Sparplan sein. Könnten Sie sich beispielsweise vorstellen, in einem Jahr 25 Prozent des Wertes zu verlieren, so kann Ihr Aktien-Anteil bis zu 100 Prozent betragen. Häufige ETF-Sparplanaufteilungen sind etwa 75 Prozent Aktien und 25 Prozent Anleihen, 50/50 oder ein risikoaverser Sparplan mit 25 Prozent Aktien und 75 Prozent Anleihen.

3. Ermittlung des Anlagehorizontes

Nun möchten wir Ihnen einen Anhaltspunkt vermitteln, wie Sie unter Berücksichtigung Ihrer individuelleren Risikobereitschaft und -toleranz den richtigen Anlagehorizont ermitteln. Viele Finanzprodukte, die auf Aktien basieren, lohnen sich erst bei einer langfristigen Anlage über mehrere Jahre. Experten empfehlen als Haltedauer für ein Portfolio mit 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen 6 Jahre. Diese Aufteilungen können Sie auch für die Planung Ihres Sparplanes benutzen. Sparen Sie für ein Ziel, das Sie in zehn Jahren erreichen möchten, so kann der Aktienanteil anfangs bis zu 90 Prozent betragen. Im Zeitverlauf sollten Sie dann die Gewichtungen Ihres Sparplans anpassen.

4. Ermittlung der optimalen Sparrate

Bei der Ermittlung der optimalen Sparrate müssen wir zunächst einen Blick zurück auf den Anfang dieses Kapitels werfen. Je nachdem, für welches Ziel Sie sparen, wird eine andere Herangehensweise für die Ermittlung der Sparratenhöhe notwendig. Voraussetzung für alle Herangehensweisen ist die Höhe Ihres frei verfügbaren Einkommens pro Monat.

5. Brauche ich laufende Erträge?

Entscheiden Sie sich für einen Aktien-ETF, so zahlen die darin enthaltenen Unternehmen oftmals eine Dividende. Anleihen-ETFs zahlen dagegen Zinsen aus. Sie müssen sich also entscheiden, was mit diesen passiv generierten Erträgen passieren soll. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Die Erträge werden auf ein Verrechnungskonto ausgeschüttet oder die Erträge werden automatisch reinvestiert. Mit der automatischen Wiederanlage der Gewinne entsteht ein Zinseszinseffekt, der sich vor allem für das langfristige Sparen eignet. Die ausschüttende Variante ist dann attraktiv, wenn Sie regelmäßige Einkommen aus Ihrem angesparten Vermögen erzielen wollen.

6. Betrachtung der Kosten von ETF Sparplän

In diesem Abschnitt geht es um einen der wichtigsten Aspekte für den eigenen ETF-Sparplan: die Analyse der Kosten. Wenn es um Kosten bei ETFs geht, so ist die Total Expense Ratio (TER) die zentrale Kennziffer.

Der TER für einen ETF schwankt- selbst bei gleichem Basiswert- je nach Emittent und Indexabbildung. Wenn Sie keine Präferenz bezüglich Anbieter und Indexabbildung haben, sollten Sie stets den günstigsten ETF wählen. Beachten Sie aber, dass je nach Direktbank manche ETFs ohne Ausführungskosten angespart werden können. Auch ein Blick auf die Wertentwicklung der ETFs kann nicht schaden.

7. Art der Indexabbildung

Beim Indexnachbau unterscheidet man im Wesentlichen zwei Methoden, die physische oder synthetische Replikation. Bei der physischen Replikation befinden sich alle (vollständig) oder ausgewählte (sampling) Wertpapiere des zugrundeliegenden Index im Sondervermögen des ETFs. Bei der synthetischen Replikation wird die Wertentwicklung des Index über ein Derivat (Swap) in den ETF geliefert. Der große Vorteil bei der physischen Abbildung ist die hohe Transparenz. Denn alle im Index enthaltenen Wertpapiere sind auch im ETF enthalten. Der große Vorteil von synthetischen ETFs ist, dass diese weniger liquide Märkte und komplexe Indizes abbilden können (z. B. die Emerging Markets).

ETF-Sparplan: Vorteile und Nachteile

Sie kennen ETF-Sparpläne und wissen, wie Sie diese bei der Bank Ihrer Wahl einrichten können. Nun möchten wir uns den spezifischen Vor- und Nachteilen von ETF-Sparplänen widmen.

Vorteile von ETF-Sparplänen

1. Große Produktauswahl

In Deutschland sind derzeit rund 1.500 ETFs handelbar. Je nach Bank können Sie einen Teil davon – bei manchen Anbietern sogar alle –  im Rahmen eines ETF-Sparplans ansparen. Der Umfang des Angebots ist aber nicht so entscheidend. Denn für den langfristigen Vermögensaufbau machen ETF-Klassiker auf bekannte, marktbreite Indizes am meisten Sinn. Diese ETFs werden daher bei den meisten Banken angeboten. So ist es nicht verwunderlich, dass ETFs auf den MSCI World Index, den MSCI Emerging Markets Index und die dazu passenden Regionen-Indizes auf Europa, USA und Japan/Asien zu den beliebtesten Produkten gehören. So investiert zum Beispiel ein ETF auf den MSCI World in mehr als 1.700 Aktien, ein MSCI Emerging Markets in rund 900 Titel und der Barclays Global Aggregate Bond Index sogar in rund 15.000 globale Anleihen. Damit wird das Verlustrisiko erheblich gemindert.

2. Kostengünstige Vermögensbildung

Viele Finanzinstitute, die ETF-Sparpläne anbieten, locken Kunden mit einer kostenlosen Depotführung. Im Bereich der Ausführungskosten eines ETF-Sparplans werden zwei Modelle unterschieden. Das Standard-Preismodell der Bank und ein befristetes, meist kostenfreies Angebot. Hier lohnt sich ein Vergleich der Gebühren. Nicht jede Bank bietet günstige Gebühren an, sie können bis zu 2,5 Prozent der Sparrate betragen oder haben fixe Euro-Grundgebühren, die den Kostenvorteil von ETF-Sparplänen schnell dahinschmelzen lassen.

3. Durchschnittspreise (Cost-Average)

Vielleicht fragen Sie sich, wann der richtige Zeitpunkt ist, mit einem ETF-Sparplan zu beginnen. Unsere Antwort: Jederzeit. Denn keiner kann die Entwicklung der Märkte vorhersehen. Wichtig ist, dass Sie beginnen, monatlich einen fixen Betrag anzusparen. Je nach Entwicklung der Märkte werden Sie in schlechten Marktphasen für Ihren Sparbetrag mehr ETF-Anteile erwerben. In guten Marktphasen dafür weniger. Langfristig bildet sich so ein Durchschnittskurs.

4. Flexible Anlagemöglichkeiten

Viele Dinge im Leben sind nicht vorhersehbar, die Lebenssituation kann sich entscheidend ändern. Anlageziele müssen entsprechend angepasst werden. Bei ETF-Sparplänen ist dies kein Problem, eine Änderung des Sparplanvertrages ist jederzeit ohne Einschränkungen möglich.

 

Nachteile von ETF-Sparplänen

1. Marktrisiko

Sie müssen sich im Klaren sein, dass höhere Renditen nur durch das Eingehen von zusätzlichen Marktrisiken zu erzielen sind. Diese Risiken können Sie aber durch eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen, also Aktien, Anleihen und eventuell Rohstoffe, gut in Grenzen halten. Trotzdem empfehlen wir aufgrund der Marktrisiken ETF-Sparpläne erst ab einer Laufzeit von zehn Jahren – also zum langfristigen Vermögensaufbau.

2. Mehraufwand durch Informationsbeschaffung

ETF-Sparpläne sind ein Anlageprodukt, um das Sie sich selbst kümmern müssen. Die günstigsten Konditionen gibt es bei Direktbanken, hier erhalten Sie aber keine persönliche Hilfe bei der Auswahl der geeigneten ETFs. Eigeninitiative ist also gefragt.

3. Rebalancing

Sinnvoll ist auch ein regelmäßiges Rebalancing, das heißt die Anpassung des Depots an die ursprüngliche Gewichtung entsprechend der eigenen Lebenssituation. In der Regel reicht dazu eine jährliche Anpassung, denn ein allzu häufiger Wechsel treibt die Kosten nach oben.

4. Verwaltungsgebühren

Die anfallenden Kosten für ETFs sind, wie bereits geschildert, deutlich geringer als bei Investmentfonds oder Versicherungen. Trotzdem werden jährliche Verwaltungskosten auf ETF-Basis fällig. Wichtig ist bei der Auswahl für den ETF-Sparplan die jeweils angegebene Gesamtkostenquote, auch Total Expense Ratio (TER) genannt. Sie umfasst die Verwaltungsgebühren wie für das Portfoliomanagement, Betriebskosten, Wirtschaftsprüfer, Fondsgeschäftsführung oder sonstige Gebühren wie Depotbankgebühren. Die Gesamtkostenquote ist ein wichtiger Gesichtspunkt beim Kauf eines ETFs. Vergleichen Sie die TER, die Unterschiede sind zum Teil erheblich.

VL mit ETF-Sparplan: eine gute Kombination

Mit ETFs ein finanzielles Polster fürs Alter aufbauen und den Staat daran beteiligen – VL-Sparen macht das möglich.

Eine Sonderform der ETF-Sparpläne ist das sogenannte VL-Sparen. VL steht für vermögenswirksame Leistungen. Es handelt sich dabei um eine vom Staat geförderte Form der betrieblichen Altersvorsorge, die unter anderem auch mit ETFs umgesetzt werden kann. Bereits 13 Millionen VL-Verträge werden in Deutschland bespart. Ob und in welcher Höhe Ansprüche bestehen, ist in Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Arbeitsverträgen geregelt. Fragen Sie dazu Ihren Arbeitgeber.

Der Ablauf und die Förderung

Der Arbeitnehmer spart sechs Jahre lang in einen ETF-Sparplan an. Die staatliche Arbeitnehmerzulage beträgt 20 Prozent bei Aktienfonds bzw. Aktien-ETFs (maximal 80 EUR pro Jahr). Die Beiträge (maximal 40 EUR pro Monat) kann der Arbeitgeber steuer- und sozialabgabenfrei in den Vertrag einzahlen. Einziger Haken: Es gelten relativ niedrige Einkommensgrenzen für die Förderung. Bei Aktienfonds liegt diese für Alleinstehende bei 20.000 EUR und 40.000 EUR bei Ehepaaren. Dennoch ist VL-Sparen aus unserer Sicht eines der besten Altersvorsorgeangebote am Markt. Vor allem, wenn man es mit ETFs umsetzt.

Nur wenige Anbieter bieten VL-Sparen mit ETFs

Wenn Sie mit ETFs VL-Sparen umsetzen möchten, können Sie aus fünf Anbietern wählen. Das sind die comdirect, Commerzbank, finvesto, Wüstenrot und die Fondsplattform ebase. Dort werden bis zu 90 VL-fähige ETFs angeboten, darunter auch viele Xtrackers ETFs.

Wie funktioniert der Start des ETF VL Sparen?

    1. Den Anspruch auf Erhalt von VL beim Arbeitgeber erfragen.
    2. Beim Anbieter einen VL-fähigen ETF auswählen.
    3. Das Depot mit VL-Vertrag eröffnen.
    4. Anschließend erhalten Sie eine Bescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber. Dieser überweist dann die VL-Zahlungen automatisch auf Ihren Sparvertrag.

Übrigens: Ein laufender VL-Vertrag kann auch gestoppt werden. Dies kann zum Beispiel Sinn machen, wenn Sie derzeit in einen teuren aktiv gemanagten Fonds investieren.

Zusammenfassung ETF-VL-Sparen

VL-Sparen ist eine Form des staatlich geförderten Sparens. Sie erhalten dabei bis zu 40 Euro monatlich von Ihrem Arbeitgeber. Dieser spart den Betrag über sechs Jahre direkt in Ihrem VL-Vertrag an. Der Staat gibt je nach Einkommen eine Sparprämie dazu. Nach sieben Jahren steht das Kapital frei zur Verfügung.

Welcher ETF-Sparplan ist der richtige? Ein Vergleich der Angebote ist ratsam.

Besonders günstig sind ETF-Sparpläne bei Direktbanken. Aber auch Fondsplattformen oder inzwischen auch einige Filialbanken bieten diese an. Um einen ETF-Sparplan abzuschließen, muss man bei der betreffenden Bank über ein Depot verfügen. Viele Finanzinstitute bieten dazu kostenfreie Depots an. Die Gebühren zur Sparplanausführung unterscheiden sich zum Teil sehr deutlich. Nicht jeder ETF ist sparplanfähig und auch das Angebot der Finanzinstitute an sparplanfähigen ETFs ist sehr unterschiedlich. Ein Vergleich sowohl der Kosten als auch des Angebotes ist also sinnvoll. Gleiches gilt für den Service. Bei manchem Institut sind nur monatliche oder vierteljährliche Einzahlungen möglich, andere bieten bis zu fünf verschiedene Ausführungsintervalle an (monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich). Andere bieten neben der einfachen Änderungsmöglichkeit auch eine zusätzliche Dynamisierung der Sparraten an. Dabei wird die Sparrate automatisch um einen bestimmten Prozentsatz erhöht.

Es empfiehlt sich die Studie von entsprechenden ETF-Testberichten, wie es zum Beispiel das auf ETFs spezialisierte Magazin extraETF auf seiner Website anbietet

1. Achten Sie bei der Auswahl darauf, daß der Anbieter günstige Ausführungskonditionen sowie geringe Depotkosten anbietet. Anschließend füllen Sie den Depotantrag aus und stufen dabei auch Ihre Risikobereitschaft ein – diese wird oft mit A (konservativ) bis E (hochspekulativ) klassifiziert, wobei die meisten ETFs in den Risikoklassen C bis E eingestuft sind. Nun führen Sie noch, sofern Sie bei dem Anbieter nicht schon ein anderes Konto unterhalten, eine Identitätsfeststellung durch. und einige Tage später erhalten Sie Ihre Zugangsdaten zugestellt und sind bereit, einen ETF Sparplan einzurichten.

2. Quelle:extraetf.com (Stand 06/2020)

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