Risikohinweise
Bitte beachten Sie, dass Xtrackers ETFs und ETCs weder kapitalgeschützt noch garantiert sind. Anlegerinnen und Anleger sollten bereit und in der Lage sein, Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals zu tragen. Der Wert von Xtrackers ETFs oder ETCs kann steigen oder fallen; vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Investitionen in Xtrackers ETFs oder ETCs sind mit Risiken verbunden. Eine Übersicht der damit verbundenen Risiken finden Sie unter der Registerkarte „Risiken und Hinweise".
Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen und Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
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23.01.2026
2026 startet mit vorsichtigem Optimismus für die Aktienmärkte: Trotz hoher Bewertungen sprechen stabile Konjunkturdaten, bessere Finanzierungsbedingungen und mögliches zweistelliges Gewinnwachstum für ein konstruktives Marktumfeld. Zusätzlich rücken der US Dollar, Veränderungen an der Zentralbank der Vereinigten Staaten (Federal Reserve System – kurz Fed) und Vietnams mögliche Hochstufung in den Fokus. Jenseits der Märkte prägen globale Ereignisse wie die olympischen Winterspiele oder Fußball Weltmeisterschaft das Jahr – mit sportlichen Chancen, aber begrenzter wirtschaftlicher Wirkung.
Unser DWS Chief Investment Officer (CIO) blickt moderat zuversichtlich auf das Jahr 2026.[1] Zwar liegen die Bewertungen an der Börse, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), in einigen Regionen – vor allem in den USA – über ihrem historischen Durchschnitt.[2] Und die Frage könnte sich stellen, ob nach Jahren der Erfolge das Risiko für einen Bärenmarkt erhöht ist. Aber von einem Bärenmarkt spricht man erst, wenn ein Markt gegenüber seinem jüngsten Hoch über 20 Prozent an Wert verliert.[3] Was historisch weniger mit hohen Bewertungen, sondern vielmehr mit Rezessionen zu beobachten war.[4] Für eine Rezession wiederum müsste eine Volkswirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen[5] ein negatives Wachstum aufweisen – ein Zustand, den wir hausintern im Jahr 2026 für keine der großen Volkswirtschaften sehen.[4] Der Optimismus für die Aktienmärkte speist sich dagegen aus der Erwartung, dass die Unternehmensgewinne in diesem Jahr ein zweistelliges Wachstum verzeichnen könnten. Eine Voraussetzung dafür wäre eine anhaltende Investitionsfreude von Unternehmen aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) in die KI-Infrastruktur, gepaart mit der zunehmenden Einführung von KI in die breite Wirtschaft. Gleichzeitig drohen hier Enttäuschungen, falls die hohen Erwartungen in diesem Jahr nicht überall erfüllt werden können.[4]
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der großen Aktienmärkte in Europa, den USA und den Schwellenländern zum Jahreswechsel zeigt, dass die relativen hohen US-Bewertungen auch zu Beginn des neuen Jahres Bestand haben.
Die Darstellung zeigt das Kurs-Gewinn-Verhältnis verschiedener Aktienindizes. Der MSCI USA Index bildet die größten nach Streubesitz-Marktkapitalisierung in den USA börsennotierten Unternehmen ab. Der MSCI Europe Index bildet Unternehmen großer und mittlerer Marktkapitalisierung europäischer Industrieländer ab. Der MSCI Emerging Markets Index umfasst große und mittelgroße börsennotierte Unternehmen in 21 Schwellenländern. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis kann als Methode zur Bewertung von Aktien verwendet werden. Dafür wird der Kurs einer Aktie durch den Gewinn je Aktie geteilt. Bei Aktienindizes teilt man zur Ermittlung des KGV die Marktkapitalisierung der Aktien im Index durch die Summe der Unternehmensgewinne. Quelle: Bloomberg, DWS International GmbH, Stand 31.12.2025.
Insgesamt geht die DWS in unserem Wirtschafts- und Marktausblick von stärkeren globalen Wachstumsraten aus, getrieben durch sich verbessernde Finanzierungsbedingungen und einer neutralen bis lockeren Geldpolitik der großen Notenbanken.[6] In den USA erwarten wir hausintern sogar mehrere Zinssenkungen seitens der US-Notenbank (ausgehend von einem aktuellen Niveau von 3,50 bis 3,75 Prozent[7]).[6] In der Eurozone, wo die Inflation mit 2,0 Prozent[8] bereits im Bereich des Ziels der Europäischen Zentralbank notiert, könnten positive Impulse durch die Infrastruktur- und Verteidigungsprogramme Deutschlands kommen.[6]
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Zwei weitere Themen, die in diesem Jahr spannend werden könnten: US-Dollar und Schwellenländer.
Im Mai 2026 endet die Amtszeit des amtierenden Fed-Chefs Jerome Powell. Sein Nachfolger wird vom US-Präsidenten nominiert, und die Annahme ist, dass ein von Präsident Donald Trump gewählter Kandidat den Zinssenkungskurs der Fed beschleunigen könnte.[9] Das hätte möglicherweise Auswirkungen auf den US-Dollar, der schon in 2025 unter Druck stand und den stärksten Jahresverlust seit acht Jahren verzeichnete.[10] Laut unseres CIO Views gehen wir für 2026 von einem moderat schwächeren US-Dollar von 1,15 Euro aus. Wer überwiegend in US-Dollar-Vermögenswerte investiert und Kurskapriolen befürchtet, der könnte sich mit währungsgesicherten ETFs beschäftigen. Diese sind darauf ausgelegt das Währungsrisiko bei internationalen Investitionen für Anleger aus der Eurozone zu minimieren. Wichtig: Eine Währungsabsicherung gibt es nicht umsonst. Weshalb die Kosten einer Absicherung zum Investmentzeitpunkt gegenüber dem Nutzen abgewogen werden sollten.
Mehr Informationen zu unserer Perspektive auf Wirtschaft und Märkte im DWS CIO View
Das zweite Thema betrifft Investitionen in Schwellenländer: Der Indexanbieter FTSE Russell hat angekündigt, Vietnam im September 2026 vom Entwicklungs- zum Schwellenland hochzustufen.[11]
Vietnamesische Aktien würden dadurch in zahlreiche ETFs und Fonds aufgenommen, die Schwellenländer-Aktien abbilden. Der Indexanbieter MSCI möchte die Fortschritte Vietnams dagegen erst noch weiter beobachten und sieht aktuell 14 seiner 18 Kriterien für den Status als Schwellenland erfüllt.[12] Wer das Land in seinem ETF-Portfolio wissen möchte, kann sich also bald zwischen Schwellenländer-Indizes mit Vietnam, oder Schwellenländer-Indizes ohne Vietnam entscheiden – gleichzeitig bietet der ETF-Markt eine Möglichkeit, Vietnam auch künftig einzeln abzubilden.
Für Schwellenländer als Investmentthema sprechen überdurchschnittliche Wirtschaftswachstumsraten, eine fortschreitende Industrialisierung und ein steigender Lebensstandard. Aber Schwellenländer können auch Risiken bergen, wie politische Risiken oder Währungsrisiken. Seit dem Jahr 2020 hat sich Vietnam von der Entwicklung anderer Schwellenländer-Aktien entkoppelt. Wer in vietnamesische Aktien investiert, setzt sich dabei einem Risikoprofil mit erheblichem Schwankungspotenzial aus, wie der nachfolgende Chart zeigt.
Der Chart zeigt die Wertentwicklung des MSCI Emerging Markets Net Total Return Index in Euro (Aktien Schwellenländer, ohne Vietnam) neben der Wertentwicklung des STOXX Vietnam Total Market Gross Return Index in Euro (Aktien Vietnam). Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Quelle: Bloomberg, DWS International GmbH, Stand 31.12.2025.
Abseits der Märkte dürften Sportfans auf ihre Kosten kommen. Gleich zu Beginn des Jahres bei den Olympischen Winterspielen. Zum Sommer hin können Fußballfans der Fußball-Weltmeisterschaft entgegenfiebern, die im Juli in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird. Ein Großereignis, welches einige Aktien rund um die WM bewegen könnte.[13] Laut einer vom Fußballdachverband FIFA und der Welthandelsorganisation (WTO) durchgeführten Studie, könnte das Ereignis in 2026 eine Steigerung der globalen Wirtschaftsleistung um 41 Milliarden US-Dollar und 824.000 Arbeitsplätze nach sich ziehen. Dabei wird für die drei Gastgeberländer ein Besucheraufkommen von insgesamt 6,5 Millionen Menschen prognostiziert.[14] Doch es gibt auch Anlass zu Skepsis: Laut einer in 2024 im Oxford Bulletin of Economics and Statistics veröffentlichten Studie erzielten Gastgeber-Nationen bisher statistisch keine signifikanten Zuwächse im Wirtschaftswachstum, während Siegernationen durchaus von einem messbaren Wirtschaftsimpuls profitieren konnten.[15]
Unterm Strich erwarten wir 2026 ein gutes Anlagejahr – insbesondere für Aktien. Ein moderates Wirtschaftswachstum, steigende Unternehmensgewinne und eine nicht restriktive Geldpolitik sollten für viele Aktien sowie Unternehmensanleihen ein vorteilhaftes Umfeld schaffen. Künstliche Intelligenz sollte ein wesentlicher Treiber an den Märkten bleiben. Wobei viele KI-Vorreiter durch die hohen Bewertungen sich als anfällig für Rückschläge erweisen könnten.
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