Risikohinweise
Bitte beachten Sie, dass Xtrackers ETFs und ETCs weder kapitalgeschützt noch garantiert sind. Anlegerinnen und Anleger sollten bereit und in der Lage sein, Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals zu tragen. Der Wert von Xtrackers ETFs oder ETCs kann steigen oder fallen; vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Investitionen in Xtrackers ETFs oder ETCs sind mit Risiken verbunden. Eine Übersicht der damit verbundenen Risiken finden Sie unter der Registerkarte „Risiken und Hinweise".
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Während der Iran-Konflikt ungelöst bleibt, könnten die Aktienmärkte diese Phase rückblickend als eine weitere Episode betrachten, in der sich „buying the dip“ als wirksam erwiesen hat[1]. Im Gegensatz zur initialen Marktreaktion, signalisiert die jüngste Kursentwicklung eine erneute Fokussierung auf die zugrunde liegenden makroökonomischen und unternehmensspezifischen Fundamentaldaten.
Im Folgenden erläutern wir gute Gründe für Optimismus, welche Trends aus der Zeit vor dem Konflikt intakt erscheinen lassen und wo weiterhin Vorsicht geboten ist.

Die Eskalation im Persischen Golf löste im März eine deutliche Risk-off-Bewegung aus. Zwei Wochen später, im April, hatte der S&P 500 seine Verluste bereits wieder aufgeholt und stieg, getrieben von Hoffnungen auf einen Waffenstillstand, auf ein neues Allzeithoch.[2] Was oberflächlich betrachtet kontraintuitiv wirkt, ist in Wirklichkeit ein vertrautes Muster (siehe untenstehende Grafik). Die Märkte sorgen sich grundsätzlich mehr um extreme Tail-Risiken als um ungelöste Konflikte. Im Fall Iran wurden die Eskalationsszenarien klar umrissen und dementsprechend nahmen diese Tail-Risiken ab. Als Folge davon gingen die Risikoprämien rasch zurück und der Fokus verlagerte sich wieder auf die Fundamentaldaten.[3]
Durchschnittliche Performance des S&P 500 nach Krisen bei 30 Ereignissen seit 1939, auf 100 zum Ereignisdatum indexiert

Quelle: DWS International GmbH, Bloomberg, Stand: 23. April 2026. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.
Ebenso vertraut ist die erneute Dysfunktion traditioneller Diversifikation. Staatsanleihen gerieten sowohl durch das fiskalische Umfeld als auch durch eine unangenehme Mischung aus Wachstum und steigender Inflation unter Druck. Dies hat der kurzfristigen Wirksamkeit des klassischen Portfolios aus Aktien und Anleihen einen weiteren Dämpfer versetzt. Dieser Umstand wirft wichtige Fragen dazu auf, wie Portfolios in der zweiten Jahreshälfte ausbalanciert werden sollten.
Ein weiteres Merkmal jüngster Schocks ist, dass Europa einen unverhältnismäßig großen Teil der Rechnung zu tragen scheint. Die Region hat kürzlich an Dynamik verloren, es fehlt die gewinngetriebene Unterstützung und sie bleibt stärker hohen Energiekosten ausgesetzt – inzwischen ein klarer Belastungsfaktor für Wachstumserwartungen und Stimmung.
Zusammengenommen weisen diese drei Muster jedoch auf dieselbe Schlussfolgerung hin: Die Märkte ignorieren geopolitische Risiken nicht – sie preisen sie dort ein, wo der fundamentale Einfluss am unmittelbarsten ist, nämlich bei Energiepreisen und Zinsen. Indessen werden die Aktienmärkte weiterhin von robusten Unternehmensgewinnen unterstützt.
Renditen verschiedener Anlageklassen seit Beginn des Iran-Kriegs
Quelle: DWS International GmbH, Bloomberg, Stand: 24. April 2026. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.
Ein genauer Blick auf die Fundamentaldaten ist entscheidend. Nicht nur die Anleger haben sich von den Schlagzeilen gelöst – auch die Gewinne haben dies getan. Während des Konflikts hat sich der Gewinnausblick in vielen Bereichen eher verbessert als verschlechtert. Der Konsens erwartet nun für 2026 ein EPS-Wachstum im S&P 500 von 18,4 %[4], gegenüber 15,4 % Ende Februar, wobei sich die USA (Large-Cap-Segment) erneut als globaler Gewinnmotor hervorheben.[5]
Wir sehen darin einen zentralen Grund, warum Aktien derzeit im Vergleich zu Anleihen möglicherweise ein überlegenes Risiko-Rendite-Profil bieten. Aktien können prinzipiell ein gewisses Maß an Inflation absorbieren, da es sich tendenziell in höheren Umsätzen und letztlich in höheren Unternehmensgewinnen niederschlägt.[3] Dennoch sollte beachtet werden, dass weitere Renditeanstiege bei Anleihen schließlich auch die Aktienbewertungen belasten könnten.
Die kurzfristige Unsicherheit hat auch außerhalb der USA von intakten Gewinnpfaden abgelenkt. Selbst im Mai gibt es weiterhin Bereiche, in denen die Fundamentaldaten standhalten, Bewertungen neu eingepreist wurden und Einstiegsniveaus attraktiver wirken als vor dem Rücksetzer. Anleger können sich weiterhin auf mehrere Trends aus der Zeit vor der Krise stützen. Korea, Japan und die breiteren Schwellenländermärkte beispielsweise werden nun, trotz verbesserter Gewinnerwartungen, zu günstigeren Multiples gehandelt (siehe folgende Grafik) – was das Argument für regionale Diversifikation stärkt.
Ausgewählte Bewertungen von Aktienmärkten und EPS-Revisionen für 2026 seit Beginn des Iran-Kriegs, basierend auf MSCI Large-&-Mid-Cap-Länderindizes

Quelle: DWS International GmbH, Bloomberg, Stand: 17. April 2026. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Einschätzungen und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als unzutreffend oder falsch erweisen können.
Japan beispielsweise verbindet ein EPS-Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich mit verbesserter politischer Stabilität unter Premierministerin Takaichi und fortlaufenden Verbesserungen der Corporate Governance.[6] Auch andere Regionen, insbesondere im Bereich der Schwellenländer, erscheinen attraktiv. Für eine detailliertere Analyse der Schwellenmärkte verweisen wir auf unser vorheriges Spotlight.
Ein wichtiger Vorbehalt: Eine Neigung zu Nicht-US-Aktien sollte nicht mit einer Abkehr von Technologie verwechselt werden. KI bleibt der zentrale strukturelle Treiber der globalen Aktienmärkte, gestützt durch greifbare Monetarisierung, Kapazitätsengpässe und anhaltende Investitionen in KI-Infrastruktur.[7] Eine materielle Untergewichtung dieses Themas würde ein eigenes Risiko mit sich bringen – auch für ein Portfolio, das ausdrücklich auf regionale Diversifikation ausgerichtet ist. Darüber hinaus wirken KI-Bewertungen auf 12-Monats-Forward-Basis nun deutlich attraktiver, da die EPS-Erwartungen stark gestiegen sind.[4]
12-Monats-Forward-KGV und Gewinn je Aktie (EPS), in USD
Quelle: DWS International GmbH, Bloomberg, Stand: 28. April 2026. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Einschätzungen und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als unzutreffend oder falsch erweisen können.

Risiken für diese Einschätzung
Systemische Schocks – wie rezessive Tendenzen oder geopolitische Verwerfungen – lösen eine breite Risk-off-Stimmung aus, wobei Aktien typischerweise die Hauptlast tragen. Defensive Sektoren könnten unterdurchschnittlich abschneiden, wenn die Inflation wieder anzieht oder die Zentralbanken eine restriktivere Haltung einnehmen. Die Marktführerschaft kann sich schnell drehen, insbesondere wenn sich die Anlegerstimmung in Richtung zyklisches oder spekulatives Wachstum verschiebt.
Allgemeine Risikofaktoren Xtrackers UCITS ETFs:
Der Wert einer Investition in Xtrackers ETFs kann sowohl fallen als auch steigen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge.
Für weitere Informationen zu Risikofaktoren beachten Sie bitte den Abschnitt „Risikofaktoren“ im jeweiligen Prospekt und das Basisinformationsblatt.