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Risikohinweise

Bitte beachten Sie, dass Xtrackers ETFs und ETCs weder kapitalgeschützt noch garantiert sind. Anlegerinnen und Anleger sollten bereit und in der Lage sein, Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals zu tragen. Der Wert von Xtrackers ETFs oder ETCs kann steigen oder fallen; vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Investitionen in Xtrackers ETFs oder ETCs sind mit Risiken verbunden. Eine Übersicht der damit verbundenen Risiken finden Sie unter der Registerkarte „Risiken und Hinweise".


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Wenn Geo­po­li­tik fun­da­men­ta­le Stär­ke über­deckt

Spotlight Mai 2026

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Willkommen zur Mai‑Ausgabe des Xtrackers Spotlight!


Während der Iran-Konflikt ungelöst bleibt, könnten die Aktienmärkte diese Phase rückblickend als eine weitere Episode betrachten, in der sich „buying the dip“ als wirksam erwiesen hat[1]. Im Gegensatz zur initialen Marktreaktion, signalisiert die jüngste Kursentwicklung eine erneute Fokussierung auf die zugrunde liegenden makroökonomischen und unternehmensspezifischen Fundamentaldaten.

Im Folgenden erläutern wir gute Gründe für Optimismus, welche Trends aus der Zeit vor dem Konflikt intakt erscheinen lassen und wo weiterhin Vorsicht geboten ist.

Ein vertrautes Muster: Die Märkte sehen über den anfänglichen Schock hinweg

Die Eskalation im Persischen Golf löste im März eine deutliche Risk-off-Bewegung aus. Zwei Wochen später, im April, hatte der S&P 500 seine Verluste bereits wieder aufgeholt und stieg, getrieben von Hoffnungen auf einen Waffenstillstand, auf ein neues Allzeithoch.[2] Was oberflächlich betrachtet kontraintuitiv wirkt, ist in Wirklichkeit ein vertrautes Muster (siehe untenstehende Grafik). Die Märkte sorgen sich grundsätzlich mehr um extreme Tail-Risiken als um ungelöste Konflikte. Im Fall Iran wurden die Eskalationsszenarien klar umrissen und dementsprechend nahmen diese Tail-Risiken ab. Als Folge davon gingen die Risikoprämien rasch zurück und der Fokus verlagerte sich wieder auf die Fundamentaldaten.[3]

Nicht das erste Mal – die Märkte reagierten im Einklang mit historischen Mustern

Durchschnittliche Performance des S&P 500 nach Krisen bei 30 Ereignissen seit 1939, auf 100 zum Ereignisdatum indexiert

Durchschnittliche Performance des S&P 500 nach Krisen bei 30 Ereignissen seit 1939, auf 100 zum Ereignisdatum indexiert

Quelle: DWS International GmbH, Bloomberg, Stand: 23. April 2026. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

 

Ebenso vertraut ist die erneute Dysfunktion traditioneller Diversifikation. Staatsanleihen gerieten sowohl durch das fiskalische Umfeld als auch durch eine unangenehme Mischung aus Wachstum und steigender Inflation unter Druck. Dies hat der kurzfristigen Wirksamkeit des klassischen Portfolios aus Aktien und Anleihen einen weiteren Dämpfer versetzt. Dieser Umstand wirft wichtige Fragen dazu auf, wie Portfolios in der zweiten Jahreshälfte ausbalanciert werden sollten.

Ein weiteres Merkmal jüngster Schocks ist, dass Europa einen unverhältnismäßig großen Teil der Rechnung zu tragen scheint. Die Region hat kürzlich an Dynamik verloren, es fehlt die gewinngetriebene Unterstützung und sie bleibt stärker hohen Energiekosten ausgesetzt – inzwischen ein klarer Belastungsfaktor für Wachstumserwartungen und Stimmung.

Zusammengenommen weisen diese drei Muster jedoch auf dieselbe Schlussfolgerung hin: Die Märkte ignorieren geopolitische Risiken nicht – sie preisen sie dort ein, wo der fundamentale Einfluss am unmittelbarsten ist, nämlich bei Energiepreisen und Zinsen. Indessen werden die Aktienmärkte weiterhin von robusten Unternehmensgewinnen unterstützt.

Streuung über Anlageklassen seit Beginn des Iran-Kriegs

Renditen verschiedener Anlageklassen seit Beginn des Iran-Kriegs

Quelle: DWS International GmbH, Bloomberg, Stand: 24. April 2026. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Die Märkte sind weitergezogen: Gewinne bleiben der Anker

Ein genauer Blick auf die Fundamentaldaten ist entscheidend. Nicht nur die Anleger haben sich von den Schlagzeilen gelöst – auch die Gewinne haben dies getan. Während des Konflikts hat sich der Gewinnausblick in vielen Bereichen eher verbessert als verschlechtert. Der Konsens erwartet nun für 2026 ein EPS-Wachstum im S&P 500 von 18,4 %[4], gegenüber 15,4 % Ende Februar, wobei sich die USA (Large-Cap-Segment) erneut als globaler Gewinnmotor hervorheben.[5]

Wir sehen darin einen zentralen Grund, warum Aktien derzeit im Vergleich zu Anleihen möglicherweise ein überlegenes Risiko-Rendite-Profil bieten. Aktien können prinzipiell ein gewisses Maß an Inflation absorbieren, da es sich tendenziell in höheren Umsätzen und letztlich in höheren Unternehmensgewinnen niederschlägt.[3] Dennoch sollte beachtet werden, dass weitere Renditeanstiege bei Anleihen schließlich auch die Aktienbewertungen belasten könnten.

Die kurzfristige Unsicherheit hat auch außerhalb der USA von intakten Gewinnpfaden abgelenkt. Selbst im Mai gibt es weiterhin Bereiche, in denen die Fundamentaldaten standhalten, Bewertungen neu eingepreist wurden und Einstiegsniveaus attraktiver wirken als vor dem Rücksetzer. Anleger können sich weiterhin auf mehrere Trends aus der Zeit vor der Krise stützen. Korea, Japan und die breiteren Schwellenländermärkte beispielsweise werden nun, trotz verbesserter Gewinnerwartungen, zu günstigeren Multiples gehandelt (siehe folgende Grafik) – was das Argument für regionale Diversifikation stärkt.

Bestimmte Märkte wirken überzeugender als vor der Krise

Ausgewählte Bewertungen von Aktienmärkten und EPS-Revisionen für 2026 seit Beginn des Iran-Kriegs, basierend auf MSCI Large-&-Mid-Cap-Länderindizes

Ausgewählte Bewertungen von Aktienmärkten und EPS-Revisionen für 2026 seit Beginn des Iran-Kriegs, basierend auf MSCI Large-&-Mid-Cap-Länderindizes

Quelle: DWS International GmbH, Bloomberg, Stand: 17. April 2026. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Einschätzungen und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als unzutreffend oder falsch erweisen können.


Japan beispielsweise verbindet ein EPS-Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich mit verbesserter politischer Stabilität unter Premierministerin Takaichi und fortlaufenden Verbesserungen der Corporate Governance.[6] Auch andere Regionen, insbesondere im Bereich der Schwellenländer, erscheinen attraktiv. Für eine detailliertere Analyse der Schwellenmärkte verweisen wir auf unser vorheriges Spotlight.

Ein wichtiger Vorbehalt: Eine Neigung zu Nicht-US-Aktien sollte nicht mit einer Abkehr von Technologie verwechselt werden. KI bleibt der zentrale strukturelle Treiber der globalen Aktienmärkte, gestützt durch greifbare Monetarisierung, Kapazitätsengpässe und anhaltende Investitionen in KI-Infrastruktur.[7] Eine materielle Untergewichtung dieses Themas würde ein eigenes Risiko mit sich bringen – auch für ein Portfolio, das ausdrücklich auf regionale Diversifikation ausgerichtet ist. Darüber hinaus wirken KI-Bewertungen auf 12-Monats-Forward-Basis nun deutlich attraktiver, da die EPS-Erwartungen stark gestiegen sind.[4]

Der Nasdaq Global AI & Big Data Index ist so günstig wie nie zuvor

12-Monats-Forward-KGV und Gewinn je Aktie (EPS), in USD

Chart The Nasdaq Global AI & Big Data Index is cheaper than everQuelle: DWS International GmbH, Bloomberg, Stand: 28. April 2026. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Einschätzungen und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als unzutreffend oder falsch erweisen können.

Zusammengefasst

Die V-förmige Erholung erinnert daran, dass sich Märkte nicht lange auf Geopolitik konzentrieren. Sobald die Schlagzeilen verblassen, setzen sich die Fundamentaldaten wieder durch – und das Argument für Nicht-US-Aktienengagement, breitere Diversifikation und selektive regionale Positionierung hat sich durch diese Episode eher noch verstärkt. Der weitere Weg hängt davon ab, ob Öl, Zinsen und Inflation eingedämmt bleiben – aber die zugrunde liegende Richtung scheint vorerst intakt.

Risiken für diese Einschätzung


Systemische Schocks – wie rezessive Tendenzen oder geopolitische Verwerfungen – lösen eine breite Risk-off-Stimmung aus, wobei Aktien typischerweise die Hauptlast tragen. Defensive Sektoren könnten unterdurchschnittlich abschneiden, wenn die Inflation wieder anzieht oder die Zentralbanken eine restriktivere Haltung einnehmen. Die Marktführerschaft kann sich schnell drehen, insbesondere wenn sich die Anlegerstimmung in Richtung zyklisches oder spekulatives Wachstum verschiebt.

 

Allgemeine Risikofaktoren Xtrackers UCITS ETFs:

  • Eine Investition in einen Xtrackers ETF ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Xtrackers UCITS ETFs sind nicht kapitalgeschützt, daher sollten Anleger darauf vorbereitet und in der Lage sein, Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals zu tragen.
  • Anleger sollten sich bewusst sein, dass DWS Investments UK Limited, deren Muttergesellschaften oder deren Tochtergesellschaften oder verbundene Unternehmen von Zeit zu Zeit Beteiligungen an den Fonds halten können, die einen erheblichen Betrag oder Anteil der gesamten Anlegerbestände im Fonds darstellen können. Anleger sollten berücksichtigen, welche möglichen Auswirkungen solche Beteiligungen oder deren Veräußerung auf sie haben könnten.
  • Erhebliche Schwankungen des Werts der Investition sind auch über kurze Zeiträume hinweg möglich.
  • Investitionen in Xtrackers UCITS ETFs beinhalten zahlreiche Risiken, einschließlich, aber nicht beschränkt auf allgemeine Marktrisiken in Bezug auf den zugrunde liegenden Index, Kreditrisiken gegenüber dem Anbieter von Index-Swaps, die in den Xtrackers UCITS ETFs verwendet werden, mögliche Verzögerungen bei Rückzahlungen, Marktschwankungen, Gegenparteirisiken, Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Inflationsrisiken, Liquiditätsrisiken, Verlust von Einkommen und investiertem Kapital sowie rechtliche und regulatorische Risiken.
  • Wechselkursbewegungen können den Wert Ihrer Investition beeinflussen. Wenn die Währung Ihres Wohnsitzlandes von der Währung abweicht, in der die zugrunde liegenden Investitionen des Fonds getätigt werden, kann der Wert Ihrer Investition je nach Wechselkursbewegungen steigen oder fallen.
  • Anteile an Xtrackers UCITS ETFs, die am Sekundärmarkt erworben werden, können in der Regel nicht direkt an den Fonds zurückverkauft werden. Anleger müssen solche Anteile am Sekundärmarkt mit Unterstützung eines Intermediärs (z. B. eines Market Makers oder eines Börsenmaklers) kaufen und verkaufen und können dabei Gebühren zahlen (wie im Prospekt näher beschrieben). Darüber hinaus können Anleger beim Kauf von Anteilen am Sekundärmarkt mehr als den aktuellen Nettoinventarwert eines Anteils eines Xtrackers UCITS ETF zahlen und beim Verkauf solcher Anteile am Sekundärmarkt weniger als den aktuellen Nettoinventarwert erhalten.

Der Wert einer Investition in Xtrackers ETFs kann sowohl fallen als auch steigen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge.

Für weitere Informationen zu Risikofaktoren beachten Sie bitte den Abschnitt „Risikofaktoren“ im jeweiligen Prospekt und das Basisinformationsblatt.