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Risikohinweise

Bitte beachten Sie, dass Xtrackers ETFs und ETCs weder kapitalgeschützt noch garantiert sind. Anlegerinnen und Anleger sollten bereit und in der Lage sein, Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals zu tragen. Der Wert von Xtrackers ETFs oder ETCs kann steigen oder fallen; vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Investitionen in Xtrackers ETFs oder ETCs sind mit Risiken verbunden. Eine Übersicht der damit verbundenen Risiken finden Sie unter der Registerkarte „Risiken und Hinweise".


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Schwel­len­län­der: Mehr als nur ei­ne Auf­hol­jagd

Spotlight März 2026

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Willkommen zur März-Ausgabe des Xtrackers Spotlight!


Die Schwellenländer verzeichneten im Jahr 2025 ein deutliches Comeback, gestützt durch sich verbessernde Fundamentaldaten, attraktive Bewertungen und einen erneuten Fokus auf Diversifikation. Die jüngsten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben die Anleger daran erinnert, dass der weitere Weg voraussichtlich nicht linear verlaufen wird – mit kurzfristig höherer Volatilität und differenzierten regionalen Auswirkungen.

In dieser Spotlight Ausgabe untersuchen wir die mittelfristigen Fundamentaldaten, die die Nachfrage nach Schwellenländern antreiben, warum wir trotz eines unsichereren Marktumfelds davon ausgehen, dass der zugrunde liegende Investment Case überzeugend bleibt, und wie Anleger diese Einschätzungen mithilfe von ETFs umsetzen können.[1]

Die Erholung der Schwellenländer hat Substanz – und Anleger nehmen Notiz


2025 sieht nach einem Wendepunkt für die Schwellenländer aus. Schwellenländer-Aktien erzielten ihr bestes Jahr seit 2017 und übertrafen erstmals seit 2020[2] die entwickelten Märkte – getragen von einem schwächeren US-Dollar, steigenden Gewinnen und überdurchschnittlichen Wachstumsraten.

Anleger haben dies erkannt und bauen ihre EM-Allokationen in bemerkenswertem Tempo wieder auf. Seit Jahresbeginn haben die Zuflüsse in UCITS-ETFs auf Schwellenländer-Aktien nahezu 17 Mrd. EUR erreicht, wobei sowohl der Januar als auch der Februar jeden einzelnen Monat des Jahres 2025[3] übertroffen haben. Dennoch scheint das EM-Engagement mit rund 10 Prozent der UCITS-Aktienportfolios unterrepräsentiert, gemessen an der strukturellen Rolle, die Schwellenländer für globales Wachstum und Diversifikation spielen.[4] Die Frage lautet daher: Jagen wir lediglich vergangenen Renditen hinterher, oder ist eine echte Neuausrichtung der Allokation angebracht? Vier Gründe sprechen für Letzteres.

Die Dynamik der Kapitalzuflüsse in Schwellenländer hat sich seit Jahresbeginn deutlich beschleunigt.

Abbildung 1: Monatliche Markt-NNA-Zuflüsse in Schwellenländer-Aktien- und Renten-UCITS-ETFs (in EUR)

Quelle: DWS International GmbH, Daten von ETFBook.com. Stand: 12.02.2026. Die obige Übersicht zeigt eine konsolidierte Darstellung der EM-Kategorie, d. h. es wird nicht zwischen passiven/aktiven ETFs oder ESG-/Nicht-ESG-ETFs unterschieden. Dies kann zu Abweichungen im Vergleich zu anderen Übersichten führen, bei denen ein granularerer Ansatz gewählt wird. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Erträge.

#1: Die Bewertungslücke ist noch lange nicht geschlossen


Beginnen wir mit dem greifbarsten Argument. Schwellenländer-Aktien werden weiterhin mit einem Forward-KGV-Abschlag von 38 Prozent gegenüber den US-Märkten gehandelt – nahe historischer Extremwerte (siehe Abbildung 2).[5]

Diese Lücke erscheint noch größer vor dem Hintergrund der deutlich verbesserten Gewinnqualität in den Schwellenländern.[6] Selbst Märkte wie Indien und Korea, die auf Basis der Headline-Multiplikatoren teuer wirken, zeigen ein ausgewogeneres Bild, sobald man die Sektor-Zusammensetzung[7] berücksichtigt.

Hat das Re-Rating gerade erst begonnen?

Abbildung 2: Bewertungsabschlag der Schwellenländer gegenüber dem US-Markt (Forward-KGV)

Quelle: DWS International GmbH. Bloomberg. Stand: 05.03.26. Beobachtungszeitraum: 31.12.2024 bis 05.03.2026. Im Vergleich Forward KGV (MSCI USA Index und MSCI Emerging Markets Index). Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Erträge.

#2: Die Schwäche des US-Dollars sorgt für nachhaltigen Rückenwind


Der US-Dollar scheint mit strukturellem Gegenwind konfrontiert zu sein, wodurch eine kräftige Erholung in absehbarer Zeit unwahrscheinlich erscheint. Das stark wachsende fiskalische Defizit der USA, die steigende Staatsverschuldung sowie die Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die Fed setzen den US-Dollar weiterhin unter Druck.[8] Für die Volkswirtschaften der Schwellenländer verstärken sich die Vorteile: Auf US Dollar lautende Schulden lassen sich leichter bedienen, was die externen Bilanzen stärkt. Zudem werden in US-Dollar bepreiste Importe günstiger und der Inflationsdruck lässt nach, wodurch den Zentralbanken Spielraum für Zinssenkungen entsteht. Entscheidend ist, dass all dies keinen weiteren Rückgang des US-Dollars erfordert – die bereits laufende Anpassung könnte ausreichen, um den Zyklus zu tragen.

#3: Die Gewinne holen endlich zur Wachstums-Story auf


Historisch galten Schwellenländer als Regionen mit starkem BIP-Wachstum, das sich nur selten in entsprechenden Renditen für Aktionäre niederschlug.[9] Das ändert sich nun. KI-Infrastruktur, Energiewende und die Diversifizierung von Lieferketten treiben das reale Gewinnwachstum in den Schwellenländern voran – angeführt von Asiens Halbleiter- und Produktionszentren. Gestützt durch strukturelle Themen und nicht nur durch Rohstoff- oder Dollarzyklen, sehen wir gute Gründe anzunehmen, dass das Gewinnwachstum in den Schwellenländern nachhaltiger wird.[10]

#4: Nachfrage nach Diversifikation sollte stark bleiben


Die zunehmende Dominanz der USA in globalen Benchmarks hat dazu geführt, dass viele Portfolios stark auf einen einzelnen Markt konzentriert sind und damit ein entsprechendes US-Dollar-Währungsrisiko tragen.[11] Handelskonflikte, politische Unsicherheit und eine hohe Indexkonzentration veranlassen Anleger dazu, ihre Positionierung zu überdenken – und die starke Dynamik der Kapitalzuflüsse in Schwellenländer (siehe Abbildung 1) deutet darauf hin, dass sie bereits handeln. Schwellenländer-Aktien bieten eine deutlich geringere Korrelation zu globalen Aktien (Abbildung 3) und zugleich ein Engagement in höheren Wachstumsraten – ein Diversifikationsvorteil, der weiterhin Kapitalzuflüsse anziehen dürfte.

Schwellenländer können echte Diversifikation in Kombination mit überzeugendem Wachstum bieten

Abbildung 3: 5-Jahres-tägliche Korrelation gegenüber dem MSCI ACWI und 5-jährige nachhaltige Wachstumsrate

Die nachhaltige Wachstumsrate (Sustainable Growth Rate, SGR) ist die maximale Wachstumsrate, die ein Unternehmen aufrechterhalten kann, ohne das Wachstum durch zusätzliches Eigen- oder Fremdkapital finanzieren zu müssen. SGR = ROE × (1 − Ausschüttungsquote). Quelle: DWS International GmbH, MSCI, Stand: Dezember 2025.

Die zentralen Themen, die das Re-Rating der Schwellenländer antreiben

 

Die oben skizzierten makroökonomischen Rückenwinde gelten breit über die Schwellenländer hinweg. Doch über das übergeordnete makroökonomische Bild hinaus können regionale und länderspezifische Geschichten innerhalb der Schwellenländer zusätzliche Überzeugungskraft liefern. Blickt man unter die Oberfläche, stechen derzeit vier unterschiedliche Cluster hervor – jeder mit einer soliden These, um Kapitalzuflüsse anzuziehen.

1
Taiwan und Korea

stehen im Zentrum der globalen KI- und Technologiesupplychain: Taiwan kontrolliert rund 90 Prozent der Produktionskapazitäten für KI-Server, während Korea eine führende Rolle bei fortschrittlichen Speichertechnologien einnimmt.[12]

2
Lateinamerika

hingegen bleibt ein attraktives Value-Investment – mit Rohstoffexponierung im Zusammenhang mit der Energiewende sowie Infrastrukturinvestitionen, die zusätzliches zyklisches Aufwärtspotenzial bieten.[13]

3
Indien

ist das Aushängeschild einer breiteren binnenwirtschaftlichen Nachfragestory innerhalb der Schwellenländer – ein Markt, der von günstigen demografischen Entwicklungen und steigender inländischer Konsumnachfrage getragen wird und vergleichsweise wenig von globalen Handelszyklen abhängt.[14]

4
China

wiederum fungiert weniger als klassisches EM-Beta-Investment und vielmehr als eigenständiger Diversifikator (siehe auch Abbildung 3). Da Exporte nur rund 20 Prozent des BIP ausmachen und eine bewusste politische Neuausrichtung hin zu High-Tech-Fertigung und inländischem Konsum erfolgt ist, ist der Markt deutlich weniger vom globalen Handel abhängig, als gemeinhin angenommen wird.[15]

Wie stellt sich das kurzfristige Marktumfeld dar?


Die jüngste Eskalation des Iran-Konflikts hat zu erhöhter Volatilität und Unsicherheit an den Märkten geführt. Während Schwellenländer-Aktien kurzfristig durch einen stärkeren US-Dollar und erhöhte Ölpreise belastet werden könnten, sind wir der Ansicht, dass den strukturelle Investment-Case für Schwellenländer intakt bleibt – und Phasen von Marktstress selektive Kaufgelegenheiten schaffen könnten.

Das aktuelle Basisszenario unseres CIO geht von einem begrenzten Konflikt mit nur geringen Übertragungseffekten auf andere Regionen oder die globale Gesamtwirtschaft aus. Sollte sich die Situation jedoch zu einer länger andauernden Konfrontation mit Ölpreisen von über 100 USD über einen längeren Zeitraum entwickeln, könnten sich die Auswirkungen auf Aktien insgesamt – und auf Schwellenländer im Besonderen – negativer darstellen.

Zusammenfassung

Nach einem herausfordernden Jahrzehnt sind die Schwellenländer wieder in den Fokus gerückt – und bieten eine Kombination aus Wachstumsdynamik und Diversifikationsvorteilen, die vielen globalen Aktienportfolios derzeit fehlt. Da Zweitrundeneffekte eines strukturell schwächeren US-Dollars, steigende Gewinne und ausgeprägte regionale Wachstumsstories den Investment-Case weiter untermauern, dürften Schwellenländer auch im Jahr 2026 auf der Agenda der Anleger bleiben.

Risiken für diese Einschätzung


Systemische Schocks – wie rezessive Tendenzen oder geopolitische Verwerfungen – lösen eine breite Risk-off-Stimmung aus, wobei Aktien typischerweise die Hauptlast tragen. Defensive Sektoren könnten unterdurchschnittlich abschneiden, wenn die Inflation wieder anzieht oder die Zentralbanken eine restriktivere Haltung einnehmen. Die Marktführerschaft kann sich schnell drehen, insbesondere wenn sich die Anlegerstimmung in Richtung zyklisches oder spekulatives Wachstum verschiebt.

 

Wichtige Risikofaktoren Xtrackers UCITS ETFs:

  • Eine Investition in einen Xtrackers ETF ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Xtrackers UCITS ETFs sind nicht kapitalgeschützt, daher sollten Anleger darauf vorbereitet und in der Lage sein, Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals zu tragen.
  • Anleger sollten sich bewusst sein, dass DWS Investments UK Limited, deren Muttergesellschaften oder deren Tochtergesellschaften oder verbundene Unternehmen von Zeit zu Zeit Beteiligungen an den Fonds halten können, die einen erheblichen Betrag oder Anteil der gesamten Anlegerbestände im Fonds darstellen können. Anleger sollten berücksichtigen, welche möglichen Auswirkungen solche Beteiligungen oder deren Veräußerung auf sie haben könnten.
  • Erhebliche Schwankungen des Werts der Investition sind auch über kurze Zeiträume hinweg möglich.
  • Investitionen in Xtrackers UCITS ETFs beinhalten zahlreiche Risiken, einschließlich, aber nicht beschränkt auf allgemeine Marktrisiken in Bezug auf den zugrunde liegenden Index, Kreditrisiken gegenüber dem Anbieter von Index-Swaps, die in den Xtrackers UCITS ETFs verwendet werden, mögliche Verzögerungen bei Rückzahlungen, Marktschwankungen, Gegenparteirisiken, Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Inflationsrisiken, Liquiditätsrisiken, Verlust von Einkommen und investiertem Kapital sowie rechtliche und regulatorische Risiken.
  • Wechselkursbewegungen können den Wert Ihrer Investition beeinflussen. Wenn die Währung Ihres Wohnsitzlandes von der Währung abweicht, in der die zugrunde liegenden Investitionen des Fonds getätigt werden, kann der Wert Ihrer Investition je nach Wechselkursbewegungen steigen oder fallen.
  • Anteile an Xtrackers UCITS ETFs, die am Sekundärmarkt erworben werden, können in der Regel nicht direkt an den Fonds zurückverkauft werden. Anleger müssen solche Anteile am Sekundärmarkt mit Unterstützung eines Intermediärs (z. B. eines Market Makers oder eines Börsenmaklers) kaufen und verkaufen und können dabei Gebühren zahlen (wie im Prospekt näher beschrieben). Darüber hinaus können Anleger beim Kauf von Anteilen am Sekundärmarkt mehr als den aktuellen Nettoinventarwert eines Anteils eines Xtrackers UCITS ETF zahlen und beim Verkauf solcher Anteile am Sekundärmarkt weniger als den aktuellen Nettoinventarwert erhalten.

Der Wert einer Investition in Xtrackers ETFs kann sowohl fallen als auch steigen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge.

Für weitere Informationen zu Risikofaktoren beachten Sie bitte den Abschnitt „Risikofaktoren“ im jeweiligen Prospekt und das Basisinformationsblatt.