Risikohinweise
Bitte beachten Sie, dass Xtrackers ETFs und ETCs weder kapitalgeschützt noch garantiert sind. Anlegerinnen und Anleger sollten bereit und in der Lage sein, Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals zu tragen. Der Wert von Xtrackers ETFs oder ETCs kann steigen oder fallen; vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Investitionen in Xtrackers ETFs oder ETCs sind mit Risiken verbunden. Eine Übersicht der damit verbundenen Risiken finden Sie unter der Registerkarte „Risiken und Hinweise".
Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
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Die Gewinner von gestern sind nicht automatisch die Gewinner von heute oder morgen. Das zeigt auch der Rückblick auf das Börsenjahr 2024: Schrieben im vergangenen Jahr alle großen Anlageklassen ein positives Jahr, bot 2025 so manche Überraschung.
Im Vergleich zu US-Aktien, die in den Vorjahren[3] den Ton angaben, schnitten 2025 europäische Aktien und Schwellenländer deutlich besser ab – zumindest aus Sicht eines Euro-Portfolios.[4] Ein Grund: Der Euro gewann gegenüber dem US-Dollar rund 10,5 Prozent an Wert (Stand: 09.12.2025).[5] Wer US-Aktien ohne Währungssicherung hielt, musste zusehen, wie ein Teil der Kursgewinne durch die negative Wechselkursentwicklung geschmälert wurde.
Die größten Gewinner des Jahres 2024 Kryptowährungen, stellvertretend der Bitcoin[6] – durchliefen nach dem fulminanten Jahr 2024 ein eher durchwachsenes 2025, mit etlichen Höhen und Tiefen.[7] Noch stärker ins Spiel brachte sich dafür das bekannteste Edelmetall der Welt: Gold. Sein Preis erreichte im Oktober 2025 ein Allzeithoch von 3.741 Euro pro Feinunze.[8] Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der genannten Anlageklassen seit Jahresbeginn.
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Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Der Chart zeigt die Entwicklung in Euro verschiedener Märkte: Gold, MSCI Emerging Markets Net Total Return Index, MSCI Europe Net Total Return Index, S&P 500 Net Total Return Index, EUR/USD-Wechselkurs, Bitcoin. Quelle: Bloomberg, DWS International GmbH, Stand 30.11.2025.
Was hinter dieser Rally steckt, wer Gold kauft und wie das Edelmetall ins eigene Portfolio integriert werden kann, erfährst du hier.
Gold erfüllt unterschiedlichste Funktionen für verschiedene Käufergruppen. Traditionell war die Schmuckindustrie der größte Abnehmer. Allerdings hat die Schmucknachfrage unter den Rekordpreisen der letzten Jahre gelitten: Im dritten Quartal 2025 sank der Schmuckkonsum auf Jahressicht um mehr als 20 Prozent.[9] Bei über 3.600 Euro pro Unze[10] (Stand: 09. Dezember 2025) überlegt man sich den Kauf eines Gold-Colliers eben zweimal.
Quelle: Darstellung: DWS International GmbH, Datenbasis: World Gold Council, 2025
Anders bei denjenigen, die Gold als Wertanlage betrachten. Allein im dritten Quartal 2025 betrug die Nachfrage durch Gold-Exchange Traded Certificate / Commodity (ETC) und vergleichbare Investmentarten 222 Tonnen, begleitet von einem hohen Interesse nach Barren und Münzen.[9] Besonders auffällig: Zentralbanken haben in jedem der letzten drei Jahre mehr als 1.000 Tonnen Gold angehäuft – doppelt so viel wie der Durchschnitt von 400 bis 500 Tonnen der vergangenen zehn Jahre.[11] Polen, China, die Türkei und Indien gehören zu den aktivsten Käufern. Das Bild ist eindeutig: Während preissensible Schmuckkäufer zurückhaltend wurden, stockten institutionelle Käufer und Notenbanken ihre Bestände, scheinbar unbeeindruckt vom enormen Preisanstieg, kräftig auf.[9] Laut einer Umfrage des World Gold Council halten Zentralbanken Gold primär zur Diversifikation, als Wertspeicher und wegen seiner historischen Rolle in Krisenzeiten.[12]
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Die Rolle von Gold als potenzielle Absicherung gegen Krisen und Inflation ist kein neues Phänomen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass das Edelmetall immer dann besonders gefragt war, wenn es an den Märkten turbulent wurde. Der moderne Goldmarkt begann 1971, als der damalige US-Präsident Nixon die Bindung des Dollars an Gold aufhob. Bis dahin entsprachen 35 Dollar exakt einer Unze Gold – danach wurde das Edelmetall erstmals seit Jahrzehnten wieder frei handelbar. Was folgte, war eine beispiellose Rally: Bis 1980 schoss der Preis auf 850 Dollar, ein Plus von über 2.300 Prozent. Ein Treiber war die hohe Inflation der 1970er Jahre. Bis 1999 fiel der Goldpreis dann auf rund 253 Dollar. Das 21. Jahrhundert brachte erneut eine Wende: Die Finanzkrise 2008 trieb den Preis über 1.300 Dollar, die europäische Schuldenkrise 2011 auf 1.825 Dollar, während der COVID-19-Pandemie 2020 durchbrach Gold erstmals die Marke von 2.000 Dollar. Der Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 befeuerte den Aufwärtstrend weiter. Der jüngste Rekord von über 4.300 Dollar im Oktober 2025 erinnert an historische Muster, bei denen Gold von Unsicherheit, Inflationssorgen und geopolitischen Spannungen zu profitieren scheint.

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Quelle: Bloomberg, DWS International GmbH, Stand 30.11.2025.
Gold gilt traditionell als Mittel, um Kaufkraftverluste abzufedern. Die Logik dahinter: Während Papiergeld durch Inflation entwertet werden kann, bleibt Gold ein knappes Gut. Doch so einfach ist es nicht. Langfristig betrachtet hat Gold tatsächlich seine Kaufkraft über Jahrhunderte bewahrt. Kurzfristig ist der Zusammenhang zwischen Goldpreis und Inflationsrate jedoch schwächer als oft angenommen. Ein Beispiel: Als 2022 die Inflationsraten in Europa und den USA ihre Höchststände erreichten, hatte der Goldpreis seinen Anstieg bereits weitgehend hinter sich. Wirkt Gold also doch nicht der Inflation entgegen? Hier solltest du weniger in kurzen Zeitabschnitten denken, sondern die langfristige Portfoliostrategie im Blick behalten. Denn ähnlich wie bei einer Gebäudeversicherung macht es Sinn, diese abzuschließen, bevor das Haus brennt – nicht erst, wenn die Flammen bereits lodern. Wenn du Gold als Mittel gegen steigende Preise nutzen möchtest, sollte du es also nicht erst kaufen, wenn die Inflation bereits da ist.
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Wer in Gold investieren möchte, muss zum Beispiel keine Barren im Keller stapeln. Eine unkomplizierte Alternative bieten sogenannte Gold-Exchange Traded Certificate / Commodity (ETC). Das Kürzel steht für Exchange Traded Commodities. Diese Produkte bilden den Goldpreis ab und lassen sich über ein gewöhnliches Wertpapierdepot kaufen und verkaufen, ähnlich wie Aktien.
Wichtig zu wissen: Exchange Traded Certificate / Commodity (ETC) sind keine Fonds, sondern Schuldverschreibungen. Wer einen ETC kauft, gewährt dem Anbieter faktisch ein Darlehen, mit dem dieser Gold erwirbt. Um das damit verbundene Ausfallrisiko des Emittenten zu reduzieren, setzen viele Anbieter auf physische Besicherung. Das bedeutet: Für jeden ausgegebenen ETC-Anteil lagern Goldbarren im entsprechenden Gegenwert in Tresoren. Informationen zu den hinterlegten Beständen lassen sich in der Regel auf der Webseite des jeweiligen Anbieters einsehen. Gold-ETCs können damit einen einfachen Zugang zum Goldmarkt bieten, ohne sich um Lagerung oder Versicherung kümmern zu müssen. Wie bei jeder Anlage gilt allerdings: Auch Gold-ETCs unterliegen Markt- und Währungsschwankungen und können an Wert verlieren.
Auch die Prognose für das Börsenjahr 2026 wird nie exakt so eintreffen, wie erwartet. Grundsätzlich ist es sinnvoll, das eigene Portfolio breit aufzustellen: mit Gold als möglichem Mittel gegen Unwägbarkeiten wie etwa Inflation. Nicht, weil Gold in diesem Jahr zu den Gewinnern zählte, sondern als langfristig kalkulierte Beimischung, die sowohl Diversifikation als auch Renditechancen bieten kann Also alles auf Gold? Eher nicht – aber das glänzende Edelmetall scheint eine Überlegung wert, um als Beimischung idealerweise das eigene Portfolio langfristig wetterfester zu machen.